veni, vidi, vici
Gestern war im Rheinland der heißeste Tag des Jahres, nach meinem Gefühl des Jahrhunderts. Wir nähern uns der 40-Grad-Marke. Eine wunderbare Gelegenheit, im Auto ohne Klimaanlage nach Hürth zu fahren, um dort Kornelias Geburtstag zu feiern. In ihrer Weisheit hatte sie einen Tisch im Wingert reserviert, wo wir am Waldrand unter Bäumen und Sonnenschirmen saßen. Ein laues Lüftchen hielt uns am Leben und bei Laune.
Das Tagesmenü las sich wie Hausmannskost, war aber angerichtet wie Haute Cuisine und schmeckte vorzüglich. Wir hatten das Lokal und die freundliche Bedienung die ganze Zeit für uns, ein echter Volltreffer.
Wenn nur die Anfahrt nicht gewesen wäre, oder schlimmer noch, Nikolaus‘ Fußmarsch mit plattem Fahrradreifen durch die Hürther Steppe, in der es keine schattenspendenden Bäume gibt. Mir graute vor der Heimreise nach Bocholt, aber da tat sich eine gute Seite der Fußballweltmeisterschaft auf. Während Deutschland gegen Uruguay spielte, konnte ich die leergefegte Autobahn nutzen und war bei Abpfiff zu Hause.